Trockeneisstrahlen vs. Nassstrahlen

Strahlverfahren sind enorm vielseitig und eignen sich unter anderem hervorragend zur schonenden Reinigung von Oberflächen. Von den modernen Methoden profitieren nicht nur Privatpersonen und Unternehmen, auch bei staatlichen Institutionen oder Verkehrsbetrieben ist beispielsweise das Trockeneisstrahlen extrem beliebt. In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau ein Strahlverfahren ist und inwiefern sich das Trockeneisstrahlen vom Nassstrahlen unterscheidet.

Was ist ein Strahlverfahren?

In der Strahltechnik werden diverse Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf verschiedene Werkstücke geschossen. Dafür dient beim Trockeneisstrahlen oder Nassstrahlen Druckluft als Energieträger. Bei den meisten Strahlverfahren ist das Ziel, einen Materialabtrag zu erreichen, um beispielsweise eine Oberfläche zu reinigen oder für weitere Arbeitsschritte vorzubereiten.

Das Ergebnis lässt sich durch viele Faktoren beeinflussen. Entscheidend sind unter anderem der Druck, das Granulat, die Düse oder der Winkel, unter dem das Material auf die Oberfläche geschossen wird. Mindestens genauso wichtig ist ein erfahrener Experte, der das Strahlverfahren ausführt. Die unterschiedlichen Komponenten haben einen erheblichen Einfluss auf das Resultat und um dies richtig einzuschätzen, ist Expertise und Erfahrung notwendig.

Nassstrahlen

Beim Nassstrahlen handelt es sich um eine besondere Form des Sandstrahlens. Ein Kompressor erzeugt starke Druckluft. Dadurch entsteht ein Luftstrahl, durch den das Sandgranulat mit hoher Geschwindigkeit auf die zu bearbeitende Oberfläche aufprallt. Das Strahlmittel trifft auf die Oberfläche und entfernt die unerwünschte Schicht mit einer abrasiven Wirkung.

Das Verfahren eignet sich beispielsweise, um Maschinen, Motoren, Fassaden oder Naturstein zu reinigen. Sandstrahlen entfernt effektiv Lack, Rost oder andere unerwünschte Rückstände von der Oberfläche. Allerdings hat das herkömmliche Sandstrahlen einen grossen Nachteil: Eine enorme Staubentwicklung tritt auf. Fügt man allerdings Wasser hinzu, entfällt die Staubbildung zum grössten Teil. Dabei kommt lediglich so viel Wasser zum Einsatz, wie benötigt wird, um das Strahlmittel leicht anzufeuchten. Dennoch ist die Oberfläche nach der Behandlung feucht und muss vor dem nächsten Arbeitsschritt trocknen.

Trockeneisstrahlen

Die Strahltechnik lässt sich auch mit Trockeneis umsetzen. Das Strahlmittel ist in diesem Fall Kohlenstoffdioxid, das sich durch eine Temperatur von -78,9 Grad in einem festen Zustand befindet. Daraus ergeben sich viele Vorteile. Zum Beispiel beeinträchtigt oder beschädigt das Trockeneisstrahlen die zu behandelnde Oberfläche nicht sondern ist besonders schonend.

Dies ist dem geschuldet, dass Trockeneisstrahlen ein nicht abrasives Verfahren ist. Bei einem Aufprall auf die Oberfläche geht das Trockeneis in einen gasförmigen Zustand über, die Oberfläche wird stark heruntergekühlt und das Ergebnis ist: Die Verunreinigung platzt regelrecht von der Oberfläche ab, ohne diese zu beschädigen. Farbe, Lack, Öl, Fette oder anderen Verschmutzungen lassen sich somit schonend entfernen.

In der Praxis kommt Trockeneisstrahlen häufig bei empfindlichen Oberflächen zum Einsatz. Dazu gehören Denkmäler, Fahrzeuge oder Fassaden. Das Trockeneisstrahlen hinterlässt eine saubere, unbeschädigte Oberfläche. Ausserdem ist die Oberfläche nach dem Verfahren trocken, da das Kohlenstoffdioxid beim Aufprall auf die Oberfläche gasförmig wird. Somit entsteht durch Trockeneis als Strahlmittel auch kein weiterer Abfall und es kommen keine chemischen Zusätze zum Einsatz. Das Verfahren gilt daher als besonders umweltfreundlich.

Anwendungsbereiche des Trockeneisstrahlens

Da Trockeneisstrahlen enorm schonend ist, erfreut es sich heutzutage immer grösserer Beliebtheit. Zudem ist Trockeneis ungiftig und geruchlos und viele Unternehmen verwenden es daher auch im Lebensmittelbereich. Nachfolgend sehen Sie eine Liste von Anwendungsbereichen, in denen das Trockeneisstrahlen häufig zum Einsatz kommt:

  • Reinigung von Maschinen, Motoren oder sonstigen metallischen Anlagen
  • Reinigung von denkmalgeschützten Fassaden
  • Entfernung von Graffiti
  • Behandlung bzw. Entlackung von Transportmitteln aller Art, zum Beispiel Boote, Flugzeuge oder Oldtimer
  • Reinigung von Holz, Stein, Beton oder Kunststoff

Fazit

Nassstrahlen und Trockeneisstrahlen unterscheiden sich also besonders dadurch, dass Trockeneisstrahlen nicht abrasiv ist. Nassstrahlen dagegen schon. Auch wie die Oberfläche hinterlassen wird, hängt von der jeweiligen Oberfläche ab. Daher lassen Sie sich im besten Fall durch unsere kompetenten Mitarbeiter beraten. Durch unsere langjährige Erfahrung wissen wir, für welche Oberfläche welches Strahlverfahren am besten geeignet ist.

Haben Sie noch Fragen? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf und sichern Sie sich ein kostenloses Beratungsgespräch.

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